Japanische Schüler im Dialog mit deutschen Auszubildenden

Tv C Im Oktober informierten sich 120 Kfz-Schüler der japanischen Toyotaschule aus Nagoya in der Abteilung Fahrzeugtechnik der Heinrich-Lanz-Schule I. Der Automobilhersteller Toyota unterhält insgesamt drei Schulen in Tochigi, Aichi und Nagoya. "Ziel der Exkursion war das Kennenlernen des dualen Ausbildungssystems für kfz-technische Berufe", sagte Otmar Drackert von der Heinrich-Lanz-Schule I. In der Aula der Heinrich-Lanz-Schule I wurden den japanischen Schülern die Inhalte sowie die Organisation der landesweiten Lernfeldkonzeption erläutert. Im Gegensatz zur Ausbildung in Deutschland, absolvieren die Schüler in Japan nahezu die gesamte Ausbildung in der Schule. "Es war für uns eine große Erfahrung, dass die japanischen Schüler keine Ausbildungsvergütung erhalten. Vielmehr müssen sich die Eltern der Schüler für den Besuch der Schule finanziell engagieren.

Auch sind die Schülerzahlen mit etwa 45 Schüler je Klasse wesentlich größer als an deutschen Schulen", sagte Mitorganisatorin Nathalie Drackert. Im Rahmen des japanisch-deutschen Schülertreffens informierten sich die einzelnen Schülergruppen gegenseitig über die jeweiligen Erfahrungen innerhalb der unterschiedlichen Ausbildungssysteme. Dabei tauschten die japanischen Auszubildenden ihre Erfahrungen mit den deutschen Azubis kompetent und differenziert aus. Sehr interessiert besuchten die japanischen Schüler die modernen Werkstätten der Heinrich-Lanz-Schule I. "Die japanischen Schulen werden hinsichtlich der Ausstattung und des Lehrerpersonals von den einzelnen Fahrzeugherstellern finanziell getragen und die Schüler erlernen das benötigte Fachwissen von einem Fahrzeughersteller. Dagegen erfahren die deutschen Schüler die fachlichen Kenntnisse durch eine breite Fahrzeugpalette", so Drackert. "Das war schon eine organisatorische Aufgabe, so große Klassen geordnet und zielsicher durch die Schule zu begleiten", blickte Nathalie Drackert entspannt und zufrieden zurück.