Carl-Benz Schüler an der Heinrich-Lanz Schule I Mannheim

Vor kurzem besuchten etwa 40 Schüler und Schülerinnen des technischen Gymnasiums der Mannheimer Carl-Benz Schule das fahrzeugtechnische Kompetenzzentrum der Heinrich-Lanz Schule I. Den technisch versierten Schülern wurde der innovative Bildungsgang "Mit dem Abi auf die Überholspur" im Sinne der zukünftigen Berufsfindung näher gebracht und dabei die fahrzeugtechnischen Einblicke in die 2,5 jährige Turboausbildung praxisorientiert vermittelt.
Die einleitende Begrüßung der Schüler und Lehrer gestaltete Nathalie Drackert in Ihrer Funktion als Verwaltungsleiterin der Heinrich-Lanz Schule I. Dabei erwähnte Sie, dass das Abi-Projekt seit vier Jahren mit Erfolg in die Schulpraxis umgesetzt wird. "Unsere verkürzte Abi-Ausbildung mit anschließender Kfz-Meisterausbildung richtet sich sowohl an technikbegeisterte Männer als auch an Frauen.

Die Werkstattpraxis zeigt, dass viele Kundinnen von Service-Beraterinnen bedient werden möchten", erklärte Nathalie Drackert. Die gezielte Durchführung der kompakten Ausbildung für Abiturienten und Fachhochschüler erklärte Otmar Drackert von der Heinrich-Lanz Schule I. "Wir haben die technischen Inhalte der 2,5 jährige Ausbildung verantwortungsvoll komprimiert, sodass alle benötigten Fertigkeiten und Kenntnisse den Abi-Schülern auf hohem Niveau vermittelt werden", so die Botschaft von Drackert.

Die Lehrer der Abi-Schüler unterrichten ausschließlich technische Inhalte sowie das Fach Wirtschaftskunde. Die allgemeinen Fächer Gemeinschaftskunde, Deutsch und Religion werden nicht unterrichtet, so der Heinrich-Lanz Lehrer.
Aus unternehmerischer Sicht begutachtete der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses für fahrzeugtechnische Berufe Manfred Brenner die Abiturausbildung. Der Mannheimer Unternehmer beschäftigt etwa 50 Mitarbeiter in seinem Betrieb und ist von Beginn der Abi-Ausbildung mit insgesamt vier Auszubildenden in verschiedenen Ausbildungsjahren im Abi-Programm dabei.

"Die Kfz-Werkstätten in der Metropolregion Rhein-Neckar-Odenwald haben seit langem auf eine spezielle Berufsausbildung im Segment der Fahrzeugtechnik gewartet. Nun bietet uns die Heinrich-Lanz Schule I in enger Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben die besagte Berufsausbildung an.Wir benötigen in unseren Kfz-Unternehmen junge und sehr gut ausgebildete Kfz-Profis, um die komplexen Fahrzeugsysteme, im Sinne unserer anspruchsvollen Kunden, instand zu setzen", sagte Manfred Brenner. Die sehr kurze Berufsausbildung, gekoppelt mit der Kfz-Meisterausbildung, hat sich in der Praxis bewährt, erläuterte Manfred Brenner abschließend.

Nicole Lazar (Renck-Weindel), Florian Wählt (IVECO Süd-West) und Lennart Lauke (BMW-Cloppenburg-Gruppe) berichteten von Ihren praktischen Erfahrungen innerhalb der Ausbildung "Mit dem Abi auf die Überholspur", sowie von ihren technischen Einsätzen innerhalb der Werkstätten und den Erfahrungen im Umgang mit Kunden."Im ersten Ausbildungsjahr war ich in der Werkstatt eingesetzt, um die Fertigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit Kundenfahrzeugen zu erlernen. Seit dem zweiten Ausbildungsjahr habe ich meinen täglichen Einsatzort im Kundenkontaktbereich. Der Umgang mit Kunden liegt mir persönlich und ich kann von meinen erlernten Praxiserfahrungen profitieren und diese im Sinne des Unternehmens einsetzen", sagte die sichtlich motivierte Nicole Lazar.Florian Wählt absolviert seine Abi-Ausbildung beim italienischen Nutzfahrzeughersteller IVECO Süd-West in Mannheim. "Ich habe vor kurzem meine Abschlussprüfung geschrieben und stehe kurz vor dem Ausbildungsende.

Den Teil 4 der Meisterausbildung habe ich ebenfalls schon abgelegt, sodass ich nach dem Ausbildungsende die restlichen drei Teile der Meisterprüfung an der Heinrich-Lanz Schule I ablegen werde.Die verkürzte Abi-Ausbildung würde ich jederzeit wieder durchlaufen. Es geht eben sehr schnell", resümierte Florian Wählt. Der BMW-Azubi Lennart Lauke berichtete, dass der schulische Unterrichtsstoff schnell und gezielt durch die Lehrer vermittelt wird. "In den betrieblichen Abläufen werde ich jeden Tag neu gefordert und es ist sehr spannend die technischen Problemlösungen zu erarbeiten, die notwendige Reparatur durch- zuführen und das erfolgreiche Arbeitsergebnis zu erkennen. Anders als im theoretischen Studium habe ich viel mit automobiler Praxis zu tun. Und das ich gut so", erklärte der zukünftige Kfz-Profi Lennart Lauke. Als praktische Abrundung der Veranstaltung zum Thema der Berufsfindung, stand ein Besuch der modernen Schulungswerkstätten der Heinrich-Lanz Schule I auf dem Programm.

Die Carl-Benz Schüler konnten sich ein Bild der aktuellen Fahrzeug- und Motorentechnik innerhalb des Unterrichts machen. Vom elektrisch getriebenen Renault Twizzy, über sehr gut ausgestattete Audi W 12 und leistungsstarke Porsche Panamera bis hin zu schweren IVECO Nutzfahrzeugen konnten die jeweiligen Schüler die schulische Fahrzeugpalette hautnah inspizieren. Der amtierende Schulleiter der Heinrich-Lanz Schule I in Mannheim Klaus Zeimer bedankte sich bei den Ausbildungsbetrieben Renck-Weindel, IVECO Süd-West und der BMW Cloppenburg-Gruppe für die Freistellung der Auszubildenden sowie bei Manfred Brenner für seinen Einsatz. Schulleiter Zeimer freute sich sichtlich über den gelungenen Beitrag aus dem umfangreichen Erfahrungsbereich des Unternehmers Manfred Brenner.